Kultur. Für Wien. Für morgen. Für fast alle.

“Für fast alle” bedeutet: Wien bekennt sich zu einer integrativen, die Vielfalt und den Diskurs fördernden Kulturpolitik, die durch ihre Förderungen keine inhaltlichen Vorgaben macht. Mit einer Ausnahme: Rassistische, gesellschaftliche und ethnische Minderheiten verachtende Aktivitäten bleiben von Förderungen  ausgeschlossen – und werden aktiv bekämpft.

Die Thesen:

Wien stellt sich dem Anspruch, eine dynamische, moderne, avancierte Kulturmetropole von kontinentaler Relevanz zu sein.

Gegen Kommerz und Ökonomisierung der Kunst. Die Wiener Kulturpolitik bekennt sich zu einer soliden öffentlichen Finanzierung, die nicht dem Markt, sondern der Qualität verpflichtet ist!

Für eine Kulturpolitik der Gerechtigkeit. Offene, niedrigschwellige, inkludierende Kulturräume ermöglichen einen egalitären Zugang zu Kultur.

In der Globalisierung unverwechselbar bleiben. Das Neue vor Ort erkennen, fordern, fördern. Das heißt weder konservative Nabelschau noch dumpfe Bodenständigkeit: Für eine zeitgenössische, lokale Moderne in globaler Vernetzung.

Brutplätze schaffen. Förderung von Kreativität bedeutet das Zulassen von Freiräumen, in denen Neues entstehen kann. Subkultur schafft Innovation.

Impulse setzen in der Netzkultur. Damit Wien ein ebenso signifikanter wie unausweichlicher Knotenpunkt auf der virtuellen Weltkarte wird.

Mut zum architektonischen Signal. Wien braucht avancierte  Kulturbauten, die die Stadt als Kulturstadt des 21. Jahrhunderts definieren.

Kreative Konfrontationen fördern statt abgeschotteter Milieus. Für eine aktive Vernetzung von Lebens- und Erlebniswelten!

Gegen Repräsentationskultur. Die heutigen Gesellschaften werden von Konflikten und Bruchlinien durchzogen. Kulturpolitik muss diese thematisieren, wenn nötig auch formulieren und zuspitzen.

Kultur als Bildungsauftrag. Die Vermittlung kultureller Kompetenz beginnt im Kindergarten – und wirkt fort in Permanenz.

Transkulturalität als das Potenzial zukünftiger Stadt-, Gesellschafts- und Wirtschafts­entwicklung begreifen. Kulturpolitik kann den gesellschaftlichen Zusammenhalt unter den Bedingungen von Vielfalt fördern, indem es dieses Potenzial hebt – und es damit den HetzerInnen aus der Hand nimmt!

Kulturpolitik ist Arbeit am Stadtprofil. Wien im 21. Jahrhundert – das ist nicht die Verwaltung des eigenen kulturellen Erbes, sondern dessen dynamische, avancierte, vielfältige Fortschreibung.

Exzeptionelle Ideen benötigen exzeptionelle Unterstützung. Wo die herkömm­lichen Fördermodelle nicht greifen, müssen schnell adaptierbare Instrumente den Prozesscharakter genuin neuer Projekte fördern – und danach transparent evaluiert werden.

Streit suchen. Kulturpolitik muss kontrovers sein und sich für eine soziale und liberale Stadt ins Zeug werfen.

Das vollständige Thesenpapier hier zum Download


Kunst und Kultur in Wien: gegen Kommerz und Ökonomisierung « Das Kulturmanagement Blog
  • 06. Mai 2010
  • 10:33

[...] Kulturpolitik der Stadt Wien in Zukunft prägen sollen. Basis dafür ist das Thesenpapier ‘Kultur. Für Wien. Für morgen. Für fast alle’ [...]

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Wien denkt weiter - der Kongress am 16. Juni im Wiener ODEON | Der Kultur-Channel | News, Kritiken, Fotos aus Musical, Theater und Pop-Culture
  • 11. Juni 2010
  • 23:01

[...] Das Projekt „Wien denkt weiter“ hat sich zum Ziel gesetzt, einen Katalog an Leitlinien und Maßnahmen zu erarbeiten, die die Kulturpolitik der Stadt Wien in Zukunft prägen sollen. Basis dafür ist das Thesenpapier „Kultur. Für Wien. Für morgen. Für fast alle.“ [...]

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