Garage X: Ein Labor für Interkultur
Braucht das Thema Interkultur und Diversität einen eigenen Theater- und Kunstraum? Oder ist es nicht besser Migranten vermehrt in die bestehenden Spielstätten einzubeziehen?
Das Theater GARAGE X in der Marc Aurel Straße wird für die kommenden Monate jedenfalls zum Labor für postmigrantische Kulturarbeit. Unter dem Titel „PIMP MY INTEGRATION“ werden in einer Vielzahl von Veranstaltungen die Bedingungen für postmigrantische Kulturarbeit in Wien erforscht.
Im breiten Spektrum finden sich Theater, Musik, Performances, Workshops und Filmvorführungen, Vorträgen, Diskussionsrunden, Round Tables mit ExpertInnen.
Es geht hier um eine Erweiterung des Kulturangebots, natürlich für alle WienerInnen, aber unter ihnen auch für jene, die in anderen Ländern geboren wurden oder enge Verwandte im Ausland haben. Letztlich geht es darum, den Begriff Identität ins Kulturleben einzubeziehen.Ziel ist es auch, Menschen für Kunst und Kultur zu interessieren, die sonst aus verschiedensten Gründen selten oder vielleicht noch nie im Theater waren. Kulturvermittlung unter dem Identitätsaspekt gewissermaßen.
Mit der postmigrantischen Projektreihe in der Garage X startet ein Prozess, an dessen Ende ein Konzept für die Einrichtung eines „postmigrantischen Kulturraumes“ in Wien stehen soll. Kuratiert wird die Projektreihe von den Leiterinnen der Freien Theatergruppe „daskunst“ Asli Kislal und Carolin Vikoler sowie den Direktoren der GARAGE X Ali M. Abdullah und Harald Posch.
Das ganze versteht sich aber auch als Prozess: Im Laufe dessen steht die Frage im Raum ob für postmigrantische Kulturarbeit überhaupt ein eigener Ort notwendig ist. Oder ob nicht eher die vermehrte Einbindung von Menschen mit migrantischem Hintergrund in die bestehenden Strukturen anzustreben ist…? Ein spannender (Diskussions-)Prozess!
- Alle Beiträge von Andreas Mailath-Pokorny

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