Eröffnungsrede des Viennale-Präsidenten Eric Pleskow
Guten Abend meine Damen und Herren
Es ist mir eine besondere Ehre heute Abend zwei ganz tolle Damen begrüßen zu dürfen.
Nämlich die Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und die Vizebürgermeisterin Renate Brauner (heftiger Beifall ist erlaubt)
Als ganz junger Mann – und man würde es nicht glauben – wenn ich hier mit dem Stock herauf wackle – dass ich es einmal war – hatte ich die Gelegenheit an der Tonversion von ,,Nanook des Nordens“ des berühmten Dokumentarfilmers Robert Flaherty zu arbeiten. Man erzählte mir, dass dieser Stummfilm damals in Berlin nach dem 1. Weltkrieg jahrelang lief. Warum? Weil Nanooks Lebensumstände so grauenhaft waren, dass sich das Publikum im Vergleich zu ihm besser fühlte — also alles ist relativ und so ist es auch noch heute.
Also die Wahlen: Ich bin natürlich enttäuscht – dass nicht genügend Wiener es zu schätzen wissen, wie großartig diese Stadt von dem jetzigen Regierungsteam geführt wird und wie gut es ihnen geht. Dass man noch dazu eine Partei wählt die meiner Ansicht nach nur 2 Programmpunkte hat nämlich – „I wü eine“ und die anderen müssen „ausse“ weist auf die Dummheit der Wähler zurück. Sollten es Protestwahlen gewesen sein – wogegen dieser Protest. Es gab auch etwas Gutes – zum ersten Mal bemerkte ich, dass Strache auch Humor hat: Ein Beispiel – er würde Häupl zum Vizebürgermeister bestellen, wenn er ihm gegenüber seine Fehler eingestehen würde — ja ausgerechnet.
Nun gibt es auch Wahlen in den USA, und da sind Leute von den Republikanern aufgestellt, die so beschränkt sind, dass Sarah Palin im Vergleich zu ihnen wie ein Genie wirkt, und das soll etwas heißen. Es gibt da eine, die Senatorin von Delaware werden will – in eigenen Worten war sie einmal eine Hexe – jetzt sagt sie, sie sei keine mehr. Sie suchte eine Religion und versuchte alles. Sie wäre gerne eine Hare Krishna geworden – aber diese sind ja Vegetarier, und sie isst so gerne faschierte Laibchen. So wurde sie Christin. Wissenschaftlern ist es gelungen, ein menschliches Gehirn in eine Maus zu verpflanzen – ich persönlich frage mich jetzt – ob diese Maus ein Wahlrecht hat und Republikanerin ist. Bei der Evolution ist die Senatorenanwärterin nicht so sicher. Ich zitiere: Denn warum würden sich die Affen jetzt nicht sofort in Menschen verwandeln. Sie weiß offensichtlich nicht, dass die Affen zu gescheit dazu sind – alles ist relativ.
Nun wird es weitergehen - die Viennale wird bleiben, Häupl und seine Leute werden großteils bleiben und heute Abend werden sie einen wichtigen Film sehen, wie immer, sowie auch das ganze Programm meisterhaft von Hans Hurch ausgewählt wurde.
Ich danke ihnen fürs Kommen – und ich hoffe sie kommen während der Viennale noch öfter.
PS: Ich habe absichtlich Frau Fekter – die Ministerin ohne Verantwortung nicht erwähnt – denn ich habe Angst – vor Abschiebung und nicht zurück gelassen zu werden.
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Und solche Menschen haben wir nicht hier in unserem Land gehalten. Ich bin froh, dass Eric Pleskow noch nach Österreich kommt, um solche Reden – intelligent, humorvoll, kritisch – zu halten. Nein, ich bin ihm dafür dankbar.
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