“Kulturpolitik heißt Hineinhören …”

Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny spricht über beispielgebende europäische Kulturstädte, über Teilhabe am Kulturleben, über ein neues, multifunktionales Wienmuseum und über Großinvestitionen, die auch kleinen Kulturanbietern nutzen. Drei großen Ts schreibt der amerikanische Soziologe Richard Florida einer lebendigen Kulturstadt zu: Talent, Technologie und Toleranz. Wien, so Andreas Mailath Pokorny besitze noch ein viertes T: die Tradition. Dass diese nicht zu schwer wiegen möge, sei Aufgabe städtischer Kulturpolitik.

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kulturarbeiter*in
  • 16. Juni 2010
  • 10:26

Wenn die Kulturpoitik von Herrn Mailath- Pokorny in den letzten Jahren wirklich mit zuhören zu tun gehabt hätte, wären viele der nun großspurtig präsentierten Konzeptansätze bereits Realität und nicht Wunschkonzepte…

… gerade was die “Brutplätze” angeht (… hallo Brutplätze… setzt sich da die Kulturpoitik auf unabhängige Künstler*innen drauf bis sie vollkommen weich in der Birne sind?) sollte mal auf die vielen Stimmen gehört werden die innovative Konzepte an die Stadt herangetragen haben… und weder kann ich mich daran erinnern das dem Werk (http://daswerk.org), MIK22 (http://www.mik22.at/) noch Projekten wie den Eiskeller u.a. “zugehört” wurde…

… wenn zuhören wichtig wäre würde auch vermutlich die IG Kultur Wien mehr Finazierung als 39.000e bekommen (vergleichbar bekommt die KUPF in OÖ über 120.000e)… auch etwas das es Kulturarbeiter*innen, Künstler*innen und unabhängigen Kulturinitiativen erleichtern würde gehört zu werden…

zu den vier t´s in Wien lässt sich primär sagen, dass Tradition überbewertet, Technologie für die Elite da ist, Talent verloren geht (wo ist denn eine angemessene Jugendkulturförderung?) und Toleranz sich primär durch Ignoranz ausdrückt!

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