KünstlerInnen über Kunstförderung entscheiden lassen

Michael Stampfer, Geschäftsführer des Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds, erläutert unterschiedliche Fördermodelle im Kultur- und Wissenschaftsbereich. Er plädiert für ein peer-review System bei Kulturförderungen und fordert mehr privatwirtschaftliche Unterstützung von Kunst und Wissenschaft.

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art is work
  • 25. Mai 2010
  • 17:14

Ich finde diese Idee des peer-review sehr gut – wäre es nicht Österreich, das Land der Neidhammeln mit limitiertem Selbstbewusstsein. Was in der Wissenschaft möglich ist, nämlich die Evaluation empirischer Daten heranzuziehen, um Projekte zu bewerten, davon kann man in der Kunst nur träumen. Oder auch besser nicht. Kunst nach diesen Maßstäben und intradisziplinär evaluieren zu lassen, vor allem, wenn es um Fördergelder geht, das ist schwierig vorstellbar. Regelmäßig wechselnde Gremien, die Experten und ‘Laien’, wie z.B. Studenten der Fakultäten Architektur/Kunst/Design und Kunstsammler vereinen, wäre ein Ansatz, der auch gegen das Vorurteil der Inzest-Fördergeld-Vergabe in der Kunstszene ankämpfen würde.

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Julia Petschinka
  • 14. Juni 2010
  • 15:00

Mittlerweile ist das peer-review-system in der Wissenschaft ja so gut erprobt, dass man auch auf die Nachteile hinweisen kann – und diese immer wieder tut. Wie zB hier auf science.orf.at http://science.orf.at/stories/1650345/ . In diesem Beitrag wird anhand der Stammzellenforschung und einer unlängst von führenden WissenschaftlerInnen verfassten öffentlichen Beschwerde gezeigt, dass nicht alles so objektiv ist, wie es scheint. Es ist die Rede von Verzögerungen, von noch immer nicht veröffentlichten Reviews, von Sprachschwierigkeiten…. Dinge, die man bedenken kann, wenn man das peer-review-System in den Kunstbetrieb einbauen will. Insofern ist es hilfreich, dass das Wissenschaftssystem damit schon so lange lebt.

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