Ungewöhnliches möglich machen
Popexperte Thomas Weber, Herausgeber des Magazins “thegap“ über die Gründe, warum gute Bands aus Wien fliehen, über neue Kreativ-Milieus und wie die Kulturpolitik sie am besten fördern kann.
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“Hauptberuflich geförderte Künstler”, das finde ich sehr schön. Es muss gesagt werden, dass es in Wien zahlreiche “nebenberuflich ungeförderte Kunst” gibt, die (unbemerkt von der “Förderstätte Hochkultur”) unsere gesamte Kultur zu 99% prägt.
Bands, die aus kommerziellen Gründen aus Wien fliehen, müssen das auch.
Die Musikregion Österreich wird es in absehbarer Zeit nicht geben, so weit man auch denken (fördern?) will. Dafür gibt es eben, typisch österreichisch (und zu Recht) Weinregionen zu Hauf. Ein Achterl pro Tag um € 3,60 ist schließlich selbstverständlicher, als ein monatlicher Konzertbesuch
oder der Kauf einer CD um € 20,-. Aber genau das macht auch “Österreichische Kultur” aus.
Will man aus Wien Chicago machen (musikalisch, oder künstlerisch), so braucht es neben “hauptberuflichen Förderungen” wahrscheinlich noch ein Stück (und einige viele Achterl) mehr…